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Bürgergarde Gengenbach e.V.; D-77723 Gengenbach
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    Das Revolutionsfest und Landestreffen
    der Bürgerwehren und Milizen Baden/Südhessen - 1998
    Bürgergarde Gengenbach - Die Festplakette zum Revolutionsfest und Landestreffen - 1998Bürgergarde Gengenbach - Das Logo des Landesverbandes der Bürgerwehren und Milizen - Baden/Südhessen

    Am 23. und 24. Mai 1998 fand in Gengenbach "das Revolutionsfest" sowie das "Landestreffen der Bürgerwehren und Milizen Baden/Südhessen statt.

    Das Fest kann als Gemeinschaftsprojekt der Stadt Gengenbach, die für den Part des Revolutionsfestes zuständig war und der Bürgergarde Gengenbach, die das Landestreffen ausrichtete, bezeichnet werden. Das Fest war ein großer Erfolg.
    Ein Jahr lang wurde dieses Großereignis vorbereitet. Während die Stadt für die Kommunikation zwischen den bewirtenden Vereinen, den Gastgruppen, Engagieren von Programmpunkten und Gruppen zum Thema "Badische Revolution" beschäftigt war, hatte die Bürgergarde die Aufgabe den Festzug zu organisieren, Unterkünfte in Form von Massenquartieren für 2500 Trachtenträger/-innen zu gewährleisten, die Verpflegung zu stellen (Abendessen/Frühstück/Mittagessen), den Ort des Zapfenstreiches und Festgottesdienstes herzurichten.
    Auch die Plaketten für die geschätzten 10000 Besucher wurden in Eigenregie hergestellt. Da die Interessen beider Parteien zu berücksichtigen waren, sowohl programmtechnisch als auch auf finanzieller Ebene, waren die gemeinsamen Besprechungen und Verhandlungen nicht immer einfach. Es konnte aber immer ein Konsenz gefunden werden.

    Bürgergarde Gengenbach - Festakt zum Revolutionsfest im Klosterkeller - 1998

    Bereits am 22. Mai begannen die Feierlichkeiten, mit einem Festbankett bei dem 140 geladenen Gäste bei einem "Revolutions-Menü" und einem Rahmenprogramm über die Geschehnisse vor 150 Jahren in und um Gengenbach informiert wurden. Die Veranstaltung fand im "Klosterkeller" in Gengenbach statt, der für das Fest in "Revolutionskeller" umgetauft wurde.
    Bürgermeister Michael Roschach, schlüpfte in die Rolle des damaligen Bürgermeister Erhard und gab einen Abriß der Revolution aus der Sicht Erhards zum besten. Im passenden Kostüm und der Art und Weise des Vortrages fühlte man sich in das Jahr 1848 zurückversetzt. Die Brüder Umhey, Fachleute in Sachen "Badische Revolution", zeigten in einem Dialog zwischen einem Badischen und einem Französischen Revolutionären auf, wie man im benachbarten Ausland über die Art und Weise wie die Revolution in Baden von Statten ging dachte. Dem Franzosen waren die "Badener" eindeutig zu brav und zu unentschlossen. Abgerundet wurde das Programm mit Liedern und Moritaten durch die Urgesteine badischen Volksgutes den "Gälfiaßlern". Das Lied "die Gedanken sind frei" intonierten Sie unterstützt von einem 140 köpfigen Chor mehrmals. Das Festbankett war ein gelungener Auftakt für die folgenden zwei Festtage.

    Bürgergarde Gengenbach - Freischärlergruppe beim Schmücken des Ritters als Hecker. Im Vordergrund die Gruppe -Speck und Freibier

    Am Samstag begann das Fest um 10.00 Uhr mit zahlreichen Darbietungen. Eine Freischärlergruppe stellte einen Revolutions-Baum" auf dem Marktplatz, eine andere zierte den armen Schwed auf dem Röhrbrunnen als "Hecker". Auf dem Richtung Kinzigtorturm eingerichteten historischen Bauernmarkt boten die hiesigen Landwirte ihre Eigenprodukte feil. Ein historisches Riesenrad, durch die Gassen ziehende Gaukler, Musikanten wie "Speck und Freibier" oder die "Badische Gauklergang" luden die Festgäste zu einem kurzen oder längeren Aufenthalt auf dem Fest ein.

    Bürgergarde Gengenbach - Exerzieren beim Revolutionsfest. Es konnte jeden treffen....

    Manch ein Kurgast aber auch Einheimischer musste auf dem Marktplatz Exerzieren, nachdem er von einem "Rekrutierungskommando" zum Mitmachen bei der Revolution überredet wurde. Am Nachmittag dann musste ein Regierungsbeamter auf dem Rathaus seinen Platz räumen. Die Revolution wurde ausgerufen und unter Gewehrschüssen, mit Stiefeltritten versehen, wurde der Beamte aus dem Rathaus gezerrt. DemRegierungstreuen folgten seine Akten, jedoch nicht mehr geordnet sondern in loser Form ausdem Fenster. Nahtlos gingen die Aktionen zum Revolutionsfest in das "Landestreffen der Badischen und Südhessischen Bürgerwehren und Milizen" über.

    Bürgergarde Gengenbach - Aufmarsch und Meldung der Bürgerwehr Bretten beim Landestreffen 1998     Bürgergarde Gengenbach - Aufmarsch und Meldung der Bürgerwehr Bretten beim Landestreffen 1998

    Ab 15.00 Uhr marschierten bereits die ersten Bürgerwehren durch die dichtbevölkerte Stadt in Richtung Marktplatz, wo Meldung beim Kommandanten der Bürgergarde Gengenbach gemacht wurde.

    Bürgergarde Gengenbach - Die Bürgermiliz Bad Peterstal beim großen Zapfenstreich. Im Hintergrund der Bürgermeister und das Landeskommando

    Bei Einbruch der Dunkelheit zogen alle Wehren mit klingendem Spiel in Richtung „Schneckenmatt“ wo „der große Zapfenstreich“ zelebriert wurde.

    Doch hiermit sollte der Tag noch lange nicht enden. Da die Witterung mitspielte, zahlreiche Zelte und Gewölbekeller zum festeln einluden wurde es für alle Festgäste aber auch für die Wehrfrauen und Wehrmänner eine lange Nacht. Manch eine/r hatte bis zum gemeinsamen Frühstück in der Kinzigtalhalle seine Schlafstätte im Massenquartier noch nicht gesichtet.

    Der Sonntag begann für die Gastgruppen und natürlich Gäste mit einem Festgottesdienst der ebenfalls in der Schneckenmatt abgehalten wurde. Die Pfarrer beider Konfessionen, der Kirchenchor, die Bürgermiliz Bad Peterstal sowie weitere Einzelpersonen gestalteten diesen Gottesdienst. Abgeschlossen wurde der Gottesdienst mit einer Kranzniederlegung bei der man den toten Bürgerwehrkameraden gedachte.


    Bürgergarde Gengenbach - Der Festgottesdienst beim Landestreffen der Bürgerwehren und Milizen Baden/Südhessen - 1998  Bürgergarde Gengenbach - Kranzniederlegung beim Landestreffen der Bürgerwehren und Milizen Baden/Südhessen - 1998

    Nachdem man sich anschließend in der Kinzigtalhalle bei einem gemeinsamen Mittagessen, aber auch vereinzelt an den zahlreichen gastronomischen Ständen bei „Badischen Spezialitäten“ verköstigt hatte, begaben sich die Wehren und Festzugsteilnehmer zum Aufstellungsplatz in der Bahnhofstraße. Von hier aus startete der Festzug um 14.00 Uhr.

    Bürgergarde Gengenbach - Kutsch der Bürgerwehr Bretten beim Aufstellungsplatz zum Festzug anlässlich des Landestreffens 1998 in Gengenbach

    Über 10000 Zuschauer säumten den Straßenrand vom Aufstellungsplatz bis in die Gengenbacher Innenstadt. Gengenbacher Bürger die das Treiben von oben beobachten konnten, behaupten noch nie eine so große Menschenmasse auf dem Marktplatz und den zum Ober- und Kinzigtor führenden Straßen gesehen zu haben. 

    Bürgergarde Gengenbach - Das SWR3-Team - Kommentator Reichert und ein Gengenbacher Kameramann beim "Sektköpfen"

    Auch der „Südwestfunk 3“ (SWR3) reiste eigens zum Fest mit einem grösseren Stab an um Aufzeichnungen für die Sendung „Treffpunkt“ zu machen. Die Reportage wurde eine Woche nach dem Fest gesendet und zeigte die Bürgergarde als Organisator, die aus eben diesem Grund nicht am Festzug teilnehmen konnte, aber auch Ausschnitte aus den Aktivitäten der beiden Festtage, wie Zapfenstreich, Festzug usw. Das Fernsehteam war begeistert von der herrlichen Kulisse, den zahlreichen Aktionen die ein Filmen an allen erdenklichen Plätzen ermöglichte und dem farbenprächtigen Bild das sich dem Kommentator Reichert aber auch dem Kamera- und Tonteam bot.

    Nach dem Umzug ging das Treiben in den Straßen und Gassen bis weit in die Nacht weiter.

    Bürgergarde Gengenbach - Reges Treiben auf den Straßen beim Landestreffen der Bürgerwehren und Milizen Baden/Südhessen - 1998 - Gengenbach

    Während vereinzelt schon wieder abgebaut wurde, gab es einige Festgäste aber auch Mitglieder der bewirtenden Vereine die das Fest auf Ihre Weise bis in den Morgen ausklingen liessen. Die Gäste weil Sie „ums Verrecken nicht heim wollten“ die anderen weil Sie die gesammelten Eindrücke nochmals in Gesprächen und Diskussionen "bi em Bierli" oder Gläsli Wi" auf sich einwirken liessen.
     

    Man hatte es geschafft. Die Mühe und Arbeit hatte sich gelohnt und alle – das Landeskommando der Bürgerwehren und Milizen Baden/Südhessen, Bürgermeister Roschach, Gäste, Presse, Einsatzkräfte von Polizei, DRK, das Fernsehteam usw. waren restlos begeistert und zollten der „Bürgergarde Gengenbach“ und der „Stadt Gengenbach“ ein großes Lob für die gemeinsam geleistete Arbeit. Es war ein harmonisches, farbenprächitges Bild in Gengenbach.

    Nachfolgend noch einige Bilder zum Fest. Alle vorhandenen Bilder würden den Rahmen dieser Fest-Chronik sprengen.

    Bürgergarde Gengenbach - Impressionen zum Revolutionsfest und Landestreffen der Bürgerwehren und Milizen Baden/Südhessen - 1998 - in Gengenbach

    Bürgergarde Gengenbach - Impressionen zum Revolutionsfest und Landestreffen der Bürgerwehren und Milizen Baden/Südhessen - 1998 - in Gengenbach


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    Seite zuletzt geändert am: 31.03.2013, 16:48 von Reinhard Worschech